Projekt : Müll Recycling Palungtar
Ort : Nepal, Gorkha (Distrikt), Palungtar (Dorf)
Unterstützt : Haushalte: 3,460, ca. 14,000 Menschen
Sponsoren : Zünd Stiftung, Palungtar-Dorf
Durchgeführt von : Chay Ya Nepal/Austria
Zeitraum : 2018-2020
Status : Planned

Das Projekt zur Behandlung, Entsorgung und Recycling von festen Abfällen ist speziell darauf ausgerichtet, die Abfallwirtschaft in der Kleinstadt Palungtar, welche sich in der Gorkha Region in Nepal  befindet, zu verbessern. Das momentane Abfallsystem in Palungtar besteht im Einsammeln der Abfälle von häuslichen, kommerziellen oder institutionellen Einrichtungen und das anschließende „entsorgen“ in Abfallgruben oder Abfalldeponien. Diese Form der Abfallentsorgung ist ineffizient, da immer mehr Land durch die ansteigende Bevölkerungsanzahl verschmutz wird, und auch die Menge an Müll wächst stetig. Dies wiederum erzeugt einen erhöhten Druck auf die lokale Gemeindeverwaltung sich immer neues Land anzueignen, welches nicht nur schwer zu finden, sondern auch schwer zu finanzieren ist. Daher ist die nepal. Regierung stark daran interessiert, eine nachhaltige Lösung zu finden und einen Teil des Projekts zu finanzieren, sowie Land (über 6000 Quadratmeter) und Fahrzeuge für eine Müllaufbereitungsanlage zur Verfügung zu stellen. Abgesehen von den finanziellen und lokalen Einschränkungen stellt das einfache „verstecken“ von Müll oder das Anhäufen in der Gegend eine sehr umweltschädliche „Lösung“ für die Entsorgung von Abfällen dar. Das vorliegende Projekt zur Behandlung und Entsorgung fester Abfälle in Palungtar zielt darauf ab, ein effizienteres und umweltfreundlicheres System in der Gemeinde einzuführen, bei dem organische Abfälle kompostiert und nicht organische recycelt werden. Gleichzeitig soll ein Bewusstsein über Müllrecycling in der lokalen Bevölkerung geschaffen, und durch Informationsmaterial weiterverbreitet werden. Die Trägerinnengruppe des Projekts ist die bestehende Frauengruppe in Palungtar, die von der Non-ProfitOrganisation Chay Ya Nepal eingeschult wird. Nach 18 Monaten soll die Müllrecyclingsanlage sich nicht nur selbst finanzieren, sondern durch den Verkauf des gewonnenen Komposts (organische Abfälle) und der Rohstoffe (anorganische Abfälle) ein Einkommen für mindestens 30 Frauen schaffen.